GHANA SE'W AKWAABA! :-)

Wichtig ist nicht, wo du bist, sondern, was du tust, wo du bist.

 
24Sept
2014

Zeit, Abschied zu nehmen

In meiner letzten Wochen hier im Kinderdorf habe ich noch eine ganze Menge erlebt 
Am Freitag sind Ben, Anna und ich das letzte Mal nach Kumasi zum Einkaufen gefahren - ein letztes mal den Trouble in der zweitgrößten Stadt Ghanas erleben! 
Als wir am Freitagnachmittag wieder im Kinderdorf angekommen sind wurde uns gesagt, dass am Nachmittag ein Fußballspiel von der Dorfmannschaft stattfindet, welches wir uns natürlich bei herrlichem Sonnenschein angeschaut haben ;)) Leider war die komplette Woche über Stromausfall - hauptsächlich abends. Deshalb mussten wir unseren Mädelsabend, der am Mittwochabend geplant war, auf unbestimmte Zeit verschieben. Da in den darauf folgenden Tagen leider auch kein Strom verfügbar war, wurde aus unserem Mädelsabend ein Mädelsnachmittag. Am Samstag, nachdem ich die Kirche in Oyoko ein letztes Mal besucht habe, haben wir uns mit den Mädels aus dem Kinderdorf in unserem Praktikantenhaus zum Nägellackieren, Filme gucken, Freundschaftsbänder knüpfen u.ä. getroffen :-) Auch am Sonntagabend war wieder Stromausfall, sodass wir abends nach dem Essen einfach ein bisschen in einem der Häuser geblieben sind und die Mädels versucht haben. uns ghanaische Tanzschritte beizubringen. 
Am Montag war hier in Ghana ein Feiertag, sodass wir nicht zur Arbeit in die Augenklinik mussten. Also war ich den ganzen Morgen mit den Kindern beschäftigt und wir haben uns unterhalten und Spiele gespielt. Ein paar Mädchen haben sich die Nägel nochmal neu lackiert - aber nur die linke Hand, da mit der rechten Hand gegessen wird. Und auch die Jungs waren daran interessiert, sich die Fußnägel zu lackieren :D
Am Dienstag haben wir die Senior Highschool in Effiduase besucht. Morgens um kurz vor 8 Uhr haben sich alle Schüler zu einer Versammlung getroffen. Anschließend ging es in die Klassenräume. Ich habe beim Französischunterricht mitgemacht. Es war sehr interessant Einblicke in das Schulleben hier in Ghana zu erhalten. Allerdings bin ich froh darüber, dass es bei uns in Deutschland nicht so zugeht wie hier: Wenige bzw. keine Schulbücher, Arbeitsmaterialien etc. Die Klassenräume sind teilweise nur durch eine Holzwand getrennt, sodass man den Lehrer der anderen Klasse hört. 
Heute muss ich mich dann leider von allen verabschieden und in meinem Zimmer aufräumen sowie Sachen packen. Morgen früh fahren wir hier gegen 8 Uhr los, sodass ich pünktlich am Flughafen bin und um 22 Uhr losfliegen kann :-)
Ich bin wirklich sehr froh darüber dass ich die Chance bekommen habe, Einblicke in das Leben in Ghana bekommen zu haben. Ich wäre gerne noch etwas länger hier geblieben. Die 3 Monate gingen leider viel zu schnell um!

Kumasi Lotto-Bude :-) Vollbeladenes Tro-Tro  :) Schule in Effiduase Schulklasse :*

09Sept
2014

Ausflug zum Mole Nationalpark in den Nordwesten Ghanas

Dieses Wochenende sind wir in den Mole Nationalpark gefahren. Dieser befindet sich im Nordwesten Ghanas und ist ca. 4200 Quadratkilometer groß! 
Wir sind am Donnerstagnachmittag gegen 15 Uhr losgefahren. Der Weg im Tro-Tro von Effiduase nach Kumasi verlief ohne Probleme. In Kumasi sind wir dann in einen anderen Bus gestiegen, sogar ein sehr schöner Bus mit Klimaanlage. Diese war aber auch wirklich nötig, denn in den letzten Tagen war es hier immer ziemlich warm (ca. 35 Grad Celcius). Wenn der Bus auf Grund irgendwelcher Kontrollen etwas länger Stand kamen immer total viele Frauen mit Essenssachen in einem Korb an, z.B. Getränke, Genüse, frittierte Bällchen, Kekse u.a. Leider kamen wir dann aber in Tamale viel früher an als geplant - nämlich schon gegen 24 Uhr statt um 4 Uhr nachts. Somit mussten wir uns die Zeit, 6 Stunden, vertreiben. Wir haben es uns dann an der großen Busstation "gemütlich" gemacht und versucht, mehr oder weniger zu schlafen. Morgens gegen halb 5 hat es dann aber leider angefangen zu regnen und es wurde wirklich sehr kalt und nass. Als der Bus dann endlich gegen 6 Uhr ankam wollten natürlich alle Leute bei dem Regen schnellstmöglich in den Bus, allerdings war der "Schaffner" mit dieser Situation total überfordert und alle standen unheimlich lange im Regen. Als wir dann endlich unser Ticket bekommen haben und alle Leute einsteigen wollten, wurden viel zu viele Bustickets verkauft sodass einige Menschen für die nächste 3- Stündige Fahrt stehen mussten. Diese Fahrt war wirklich sehr anstrengend, wir waren pitschnass und alle haben geschrien und wollten noch die letzten Sitzplätze bekommen. Als wir dann endlich in Larabanga angekommen sind, haben wir uns dort in einem Gästehaus ein Zimmer genommen, und sind am Nachmittag in den Mole Nationalpark gefahren. Die Aussicht im Park war gigantisch! Es war unheimlich schön und wir haben es uns auf den Bänken gemütlich gemacht. Am frühen Abend sind wir dann zurück zum Gästehaus gefahren, haben etwas gegessen und sind schlafen gegangen. Am nächsten Morgen sind wir dann schon gegen 6.30 Uhr in den Mole Park gefahren, um die Safari am frühen Morgen mitzumachen. Wir haben während unserer 2-stündigen Walking-Tour unendlich viele Tiere gesehen - Antilopen, Vögel, Affen, Wildschweine, Buschböcke, eine kleine Schlange und ELEFANTEN! :))
Da es am Samstag sehr warm und sonnig war haben wir uns ab und an mal an den Pool vom Park gesetzt und unsere Beine reinbaumeln lassen. Plötzlich kamen 3-4 Affen an, die die Süßigkeiten der anderen Gäste nehmen wollten. Sofort kam das Personal an um die Affen zu vertreiben, allerdings haben sie einige Tüten Chips erwischen können :D
Am Nachmittag haben wir dann noch eine Safari mit dem Auto gemacht. Anna, Ben und ich waren die einzigen die noch eine Nachmittagssafari machen wollten, sodass wir ein Auto für uns ganz alleine hatten. Kurz nach dem wir losgefahren sind passierte dann aber folgendes: Unser Auto konnte nicht mehr bremsen, und plötzlich fielen vom hinteren Bereich des Autos irgendwelche Teile ab. Der Fahrer hat es dann aber doch irgendwie geschafft, dass Auto zu stoppen und wir können froh sein, dass es uns am Beginn der Safari passiert ist und nicht mittendrin im Park. Somit haben wir ein neues Auto bekommen und konnten unsere Safari fortfahren :D
Es war wirklich so schön durch die Bäume zu fahren und die Tiere und Vögel zu beobachten. Während der Tour haben wir sogar 4 weitere Elefanten sehen können, und das während der Regenzeit! :))
Abends haben wir uns im Park noch den Sonnenuntergang angeschaut und sind dann wieder zurück zum Gästehaus gefahren. Am Sonntagmorgen sind wir dann schon um 3 Uhr in der Früh aufgestanden und haben den Bus um 3.30 Uhr in Richtung Tamale genommen. Der Rückweg verlief aber ohne weitere Komplikationen, sodass wir gegen 17 Uhr im Kinderdorf angekommen sind :))
Es war wirklich ein sehr, sehr schöner Trip!
Und in ca. 2 1/2 Wochen geht es für mich leider auch schon wieder zurück nach Deutschland...

Mole Park Mole Park Sonnenuntergang Mole Park Mole Park Pool im Mole Park Mole Park

31August
2014

Ausflug zum See Bosumtwi

M'aaha,

nun ist schon mein letzter Monat hier im Kinderdorf angebrochen, was ich persönlich sehr schade finde. Allerdings werde ich auch die letzte Zeit noch sehr genießen!
Die Woche über war in der Augenklinik nicht ganz so viel los, sodass Yaw mir und Anna ganz viele Wörter auf Twi beigebracht hat :) Wir werden noch richtige "Profi's" :D
Nachmittags habe ich sehr oft beim Kochen geholfen und unter anderem Frühlingsrollen oder verschiedene Stew's zubereitet.
Aber auch Volleyball wird am Nachmittag ziemlich oft gespielt, was ziemlich viel Spaß mit so vielen Kindern macht.
Diese Woche haben wir auch endlich mal die Library aufgeräumt - dort lag wirklich sehr viel Papier und Müll auf dem Boden rum. Aber jetzt ist sie wieder sauber und wir haben ein paar Plakate und eine Weltkarte an den Wänden aufgehangen, sodass sie etwas gemütlicher wirkt :)
Am Wochenende haben Abu, Kwaku, Ben, Anna und ich einen Ausflug zum See Bosumtwi gemacht. Am See war es total schön und wir hatten super Glück mit dem Wetter. Die Umgebung des Sees ist wirklich wunderschön und man würde ganze 8 Stunden  brauchen, um eine Wanderung zu Fuß um den See zu machen. An dem See gibt es außerdem eine einmalige Technik um zu Fischen. Die Fischer setzen sich auf schmale Holzplatten und paddeln mit Händen und Füßen durchs Wasser, um ihre Netze auszuwerfen :D Der See ist vor anderhalb Millionen Jahren durch einen Meteoritenschlag entstanden. Als wir am späten Nachmittag im Kinderdorf angekommen sind, konnten wir zum Glück noch die zweite Halbzeit von dem Fußballspiel Schalke 04 gegen Bayern München schauen. Leider war ich die einzige die Schalke unterstützt hat :D In der Verlängerung ging dann auch leider der Strom wieder aus, sodass wir die letzten 2 Minuten nicht schauen konnten - sehr ärgerlich !! Somit konnten wir abends auch leider nicht mehr in den Spot gehen, weil durch den Stromausfall kein Licht und keine Musik vorhanden war.

Bis demnächst,

Anna :))

:) Lake Bosumtwi Lake Bosumtwi Fischer am Lake Bosumtwi Holzlatten für die Fischer

21August
2014

Maisernte und eine Beerdigung :)

Hallo ihr Lieben, 

die letzten Wochen über ist hier im Kinderdorf so einiges passiert.
Wir haben Kai mit einer Feier aus dem Kinderdorf verabschiedet, da sein Freiwilligendienst nach 1 Jahr geendet hat. Für die Feier haben wir 5! verschiedene Reissorten gemacht.Sehr, sehr lecker sag ich euch!
Letzte Woche Montag haben wir dann mit der Farmarbeit angefangen. Die 5 Farmer haben den Mais abgeschlagen, sodass die Jungs aus dem Kinderdorf die Maiskolben vom Feld aufgesammelt und an den Rand des Maisfeldes auf große Haufen gestapelt haben. Wir Mädchen sind dann mit Körben und Tüten am Rande des Maisfeldes lang gegangen und haben den Mais aufgesammelt und anschließend in den großen Rettungswagen gebracht, mit dem wir den Mais zurück ins Kinderdorf transportiert haben. Da alle mitgemacht haben, waren wir innerhalb 5 Tagen schon mit der kompletten Maisernte fertig. Anschließend musste der Mais nur noch von den Maisblättern getrennt wurden, was eine sehr mühselige arbeit war. Aber auch damit waren wir ziemlich schnell fertig :))
Am Sonntag sind wir auf eine Beerdigung gegangen, da die Stiefmutter von meiner Kinderdorfmutter gestorben ist. Es war total interessant, eine ghanaische Beerdigungszeremony zu erleben. Alle sind fröhlich, es wird getanzt und gesungen. Ich habe auch tatkräftig mitgeholfen und einen Korb mit Geschenken, für die Familie der Toten, auf den Kopf getragen. Nach einer Zeit wurde dies wirklich sehr schwer und ich bewundere die Marktfrauen, die den ganzen Tag lang einen Korb mit Essen auf dem Kopf rumtragen. Ich wurde auch ziemlich schräg angeschaut, weil es einfach was neues war, dass eine "Weiße" bei den Ritualen mitgemacht hat. Es hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht, weil wir ganz viele Kinder waren, die etwas getragen haben. 
Ich bin jetzt auch auf den Geschmack der afrikanischen Stoffe gekommen und habe mir schon ein Kleid und eine Hose schneidern lassen. Hier gibt es wirklich unglaublich schöne Muster und Farben - Ben meinte schon scherzhaft, dass Anna und ich bald das ganze Dorf leergekauft haben 
Jeden Dienstagnachmittag findet ein Spielenachmittag mit den Kinderdorfkindern statt. Da momentan Ferien sind freuen sich die Kinder tierisch, dass sie am Nachmittag abgesehen von der Hausarbeit auch ein wenig Programm haben :)

Ich muss jetzt auch los, Nachmittags helfe ich nämlich in meinem Kinderdorfhaus immer mit der Geschirrwäsche  Und wir waschen alles mit HAND! Also freut euch, dass ihr eine Spülmaschine zu Hause habt.

Kai's Abschiedsfeier Maisernte Maisernte Farmarbeit Maisernte Beerdigung Beerdigung Beerdigung Ben, Anna und ich auf der Beerdigung :-)

10August
2014

Bomfobiri: Höhlen & Wasserfälle

Samstag am sehr frühen Morgen stand der Tagesausflug mit den Kindern an. Kai und ich haben uns überlegt, das Bomfobiri Wildlife Sanctuary zu besuchen. Dort kann man, wenn man Glück hat, viele Tiere sehen, u.a. Paviane, Mona-Affen, Buschböcke.Es soll auch alle drei der in Westafrika bekannten Krokodilarten beherbergen. Allerdings konnten wir diese leider nicht sehen.
Dafür aber den Bomfobiri-Wasserfall, der während der Regenzeit sehr beeindruckend ist. 
Die Tour ging ca. 4 Stunden. Das bedeutete für uns, 4 Stunden durch das Sanctuary laufen, über Berge und über Steine. Das war wirklich sehr anstrengend, aber als wir oben auf dem Berg angekommen waren, hatten wir eine wunderschöne Aussicht, die man am liebsten den ganzen Tag genießen möchte.
Ab und an mussten wir mit unserer Gruppe auch kleine Flüsse überqueren. Das war sehr abenteuerlich, weil es den Tag zuvor geregnet hatte und die Steine ziemlich rutschig waren.
Als es dann jedoch zurück zum Kinderdorf gehen sollte, gab es für uns noch die Möglichkeit, in einen Regenwald in Nähe des Nationalparks zu gehen. Alle Kinder waren total begeistert, trotz der langen Fußmärsche, die wir zuvor abgelegt hatten. Deshalb sind wir dann noch weiter in den Regenwald gefahren, und haben somit auch noch eine kleine Führung mitgemacht.
Es war ein sehr ereignisreicher Tag, und die Kinder haben sich sehr gefreut, endlich mal andere DInge zu Gesicht zu bekommen.

Bomfobiri Wildilfe Sanctuary Bomfobiri Wildlife Sanctuary Bomfobiri Wildlife Sanctuary Bomfobiri Wildlife Sanctuary Bomfobiri Wildlife Sanctuary

07August
2014

Geburtstagsbarbecue und Reise nach Cape Coast

Nachdem ich am Samstagabend für die Kindern aus dem Kinderdorf ein Barbecue zu meinem Geburtstag veranstaltet habe, bei dem wir unglaublich viel Spaß hatten und zu ghanaischer Musik getanzt haben, ging für mich am Sonntagmorgen meine erste Reise los.
Mit einem Praktikanten einer anderen Einsatzstelle ging die Reise in den Süden Ghana's los.
Auf dem Weg nach Cape Coast - der ganze 5 Stunden mit dem Tro-Tro dauert! - haben wir 3 nette Spanier kennen gelernt, die zufällig das gleiche Hotel in Cape Cost gebucht hatten. Das "Baobab Hostel" ist sehr klein und es sind nur 5 Zimmer vorhanden. Allerdings ist es sehr preiswert und die Bar bietet neben frisch gepressten Säften auch vegetarisches und veganes Essen an, was mich natürlich sehr gefreut hat ;) In diesem Hostel gab es dann für mich zum ersten mal keine "richtige" Dusche. Es gab lediglich ein Raum mit Wassereimern drin, und eine Kelle, mit der man sich nass machen musste. Ich habe es aber überlebt und als Jakob mir erzählte, er müsste in seiner Einsatzstelle jeden Morgen auf diese Art duschen, war ich ganz froh, dass es bei mir nicht dauerhaft so ist :D
Da wir am späten Nachmittag angekommen sind, haben Jakob und ich am Sonntag nicht mehr ganz so viel gemacht und sind abends in das Strandrestaurant "Oasis" gegangen. Dort haben wir den Abend ausklingen lassen, eine leckere Steinofenpizza bestellt und den Blick auf's Meer genoßen. Am nächsten Morgen haben Jakob und ich uns nach einem leckeren veganen Frühstück das Cape Coast Castle angeschaut, in dem viel über die Geschichte der Sklaverei berichtet wurde. Der Rundgang durch die Burg ist allerdings sehr beklemmend, da man sich ständig vorstellt, was hier Menschen angetan wurde. Bis zu 200 Gefangene wurden in sehr kleinen Räumen gepfercht, ohne Licht!  Auch die Kerker, die Wohnquartiere der Gouverneure und die Todeszelle wurden besichtigt. Die Führung durch die Burg war wirklich sehr bemerkenswert und man hat viele neue Informationen über den Sklavenhandel erfahren.

Am Nachmittag sind wir in den Kakum Nationalpark gefahren, wo wir auf den Canopy Walkway gegangen sind. Dies ist ein Pfad, der in Baumkronenhöhe an Seilen aufgehängt ist. Zu Beginn war uns ziemlich mulmig, allerdings hat man die Angst ziemlich schnell überwunden und die Aussicht genossen. Eine Wanderung zwischen Riesenbäumen erlebt man ja schließlich auch nicht alle Tage!  Anschließend haben Jakob und ich uns überlegt, die Nacht in einer "Waldhütte" direkt im Dschu  ngel des Nationalparks zu verbringen, und eine geführte Nachtwanderung durch den Park mitzumachen. Somit hat unser Guide uns ein nettes Plätzchen eingerichtet. Da es leider abends angefangen hatte zu regnen, haben wir die Wanderung von ca. 22 Uhr auf 3 Uhr morgens verschoben. Jakob und ich hatten den Guide ganz für uns alleine, weil niemand sonst auf die Idee kam, eine Nacht im Dschungel zu verbringen. Leider haben wir aufgrund der Regenzeit auch nur sehr wenige Tiere gesehen, aber die Nachtführung war trotzdem sehr spannend, interessant und auch anstrengend!!.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann auf den Weg nach Elmina gemacht. Diese Stadt ist als Fischerort bekannt und besitzt einen kleinen Fischereihafen. In Elmina haben wir uns in einer schönen Öko-Lodge, dem Stumble Inn, eingerichtet. Dort haben wir für einige Tage in einem Mehrbettzimmer gewohnt. Das schöne an der Lodge ist, dass sie direkt am Meer liegt und man sofort am Wasser ist. In diesem Hotel haben wir auch sehr viele Holländer kennen gelernt, mit denen man abends in der Bar Karten gespielt hat.
Leider ging es für mich heute Morgen schon wieder zurück, da ich für Samstag einen Trip für die Kinderdorfkinder in das Bomfobiri Wildlife Sanctuary geplant habe :)

Es waren wirklich sehr schöne Tage, in denen ich die verschiedensten Eindrücke sammeln konnte. Allerdings war ich auch froh, als ich wieder im Kinderdorf ankam und auch die Kinder haben sich gefreut, endlich wieder Zeit mit mir zu verbringen

.MaMercy, Jakob und KaiGeburtstagsfeier :)) Cape Coast Cape Coast Cape Coast Castle Cape Coast Castle:-) Canopy Walkway Canopy WalkwayCanopy WalkwaySchlafhütte im Kakum NationalparkElminaElminaElmina

 

26Juli
2014

Neuigkeiten vom Kinderdorf

Ete-sen :)

In den letzten Tagen habe ich so einiges im KInderdorf erlebt und ich kann gar nicht glauben, dass bald schon meine 4. Woche anbricht. Die Zeit vergeht leider viel zu schnell! 

Morgens helfe ich sehr oft in der Schulküche aus, und wir kochen leckere ghanaische Gerichte, wie z.B. Kenkey (gesäuerte Maisbällchen in Bananblättern), Reis, Bohnen, Fisch oder Fleisch.
Das Essen wird hauptsächlich für die Internatsschüler gekocht, die die Westphalian Senior High School besuchen. Die Frauen in der Küche sind unheimlich lieb und freundlich uns müssen ganze Arbeit leisten, da alles mit Hand gekocht, gestampft und vorbereitet werden muss.
Auch ich habe schon ghanaisches Essen probiert :-) Es ist teilweise wirklich gewöhnungsbedürftig, weil hier fast alles frittiert wird. Aber es gibt wirklich leckere Rezepte, die ich zu Hause auch mal ausprobieren werde. Auch in der Augenklinik arbeiten die Mitarbeiter auf Hochtouren, da die deutschen Ärzte dieses Wochenende kommen und sehr viele Patienten erwartet werden. Somit gibt es für mich dort auch sehr viel zu tun und ich bin froh, helfen zu können.
Am späten Nachmittag gehe ich regelmäßig zu "meiner" zugeteilten Familie. Dort helfe ich den Mädchen mit der Geschirrwäsche und als ich ihnen erzählt habe, dass wir in Deutschland eine Maschine dafür haben, konnten sie es gar nicht glauben :D Es ist wirklich mühsam das ganze Geschirrder großen Famile abzuwaschen (in dem Haus leben ca. 18 Personen), aber die Mädchen freuen sich sehr über meine Hilfe. Letzte Woche war ich in dem "Kindergottesdienst". Kinder ab einem alter von 10 werden seperat gelehrt, um sie bestmöglich auf den "großen" Gottesdienst der Erwachsenen vorzubereiten. Der Prediger hat die Predigt auch extra auf Englisch gehalten, sodass ich auch etwas verstehen konnte.
Gestern war ich mit MaBecky und MaMercy auf dem Markt in Kumasi und wir haben einige Dinge für das Kinderdorf eingekauft. Da die Kinder bald für einige Zeit zu ihren leiblichen Eltern zurück gehen, um den Kontakt zu ihnen nicht vollständig zu verlieren, wurden unter anderem sehr viele Koffer gekauft. Der Markt in Kumasi ist wirklich sehr riesig und ich war froh als wir im Bus nach Hause saßen und ich die Kinderdorfmütter nicht verloren habe. Auf dem Markt enthält man wirklich alles, was das Herz begehrt. Es gibt sogar einen Schuhbereich, in dem wirklich NUR SCHUHE verkauft werden ;) Abends war in der Senior High School ein "Church Project", in dem die Internatsschüler gesungen, getanzt und gebetet haben. Ein Internatsschüler hatte uns dazu eingeladen, und so haben Kai und ich uns abends auf den Weg gemacht. Es war wirklich sehr, sehr interessant, weil alle Schülerinnen und Schüler zu Trommelmusik wild umhergetanzt haben - Kai und ich waren natürlich auch dabei ;) Anschließend haben die Schüler noch christliche Lieder gesungen und am Ende gab es noch eine Predigt. Kai und ich haben diesen Abend dann noch in einer Bar in Effiduase ausklingen lassen.
Ich habe wirklich eine sehr schöne Zeit hier und hoffe, dass ich in den nächsten Wochen trotz schlechtem Wetter viel erleben werde!

Bye-bye :)

14Juli
2014

Besuch im Kinderdorf, Projekt in der Kirche und WELTMEISTER :-)

Am Samstagnachmittag bekam das Kinderdorf besuch von Kindern, die hier in der Nähe wohnen. Es wurde gesungen, getanzt, spiele gespielt und natürlich alles durch Trommelmusik begleitet :-)
Es hat echt spaß gemacht, allerdings ist man hier als weißer schon fast eine Attraktion und besonders die kleineren Kinder kommen ständig angerannt :D
Sonntagmmorgen sind wir in die Kirche nach Kumasi gefahren. Dort haben wir uns erst den Gottesdienst angehört, der total anders ist als in Deutschland, Zwar habe ich kein Wort verstehen können, allerdings war die Atmosphäre viel, viel lockerer. Anschließend haben wir das "Augenprojekt" aufgebaut. Das bedeutet, dass der Arzt die Augen vor Ort kontrolliert hat, und auch Brillen, Augensalben etc. verkauft. Dies ist sehr sinvoll, weil es viele Menschen gibt, die sich die Tro-Tro Fahrt zur Augenklinik nicht leisten können, und somit nicht untersucht werden könnten. Aber Dank des Projektes ist dies nun möglich. Abends haben wir dann natürlich auch das Deutschlandspiel in einer Bar in Effiduase geschaut :-) Zwar lief leider kein Ton zum Spiel, dafür aber afrikanische Musik mit Trommeln und alle haben getanzt und sich mit uns gefreut. Das war wirklich unheimlich spaßig!



11Juli
2014

Ein paar Fotos :-)

Stadt Kumasi Weg zur Farm Palm Fruits

11Juli
2014

AKWAABA

Dienstagmorgen ging es dann gleich weiter mit der Farmbesichtigung. Die Farm ist wirklich riesig, und es wird Mais angebaut, aber auch Kakao und Palmfruits sollen in Zukunft geerntet werden. Abends war dann wieder "Library-Time" angesagt. Das bedeutet, dass man so ca. um 19 Uhr mit den Kindern in die Bibliothek geht. Mit ihnen liest, Spiele spielt, einen Film schaut oder aber auch bei den Hausaufgaben hilft.
Anschließend haben auch wir hier im Haus Ika Erhmann das DEUTSCHLANDSPIEL geschaut, und alle haben sich unheimlich gefreut, dass Deutschland gewonnen hat.
Ich bin auch schon dabei, ein bisschen "Twi" zu lernen, um mich auf den Märkten oder im Taxi besser verständigen zu können, allerdings kann ich mir nur ein paar Wörter merken und bin froh, wenn ich die Namen wenigstens halbwegs kann.
Mittwochmorgen habe ich einen Einblick in die Schule hier im Kinderdorf erhalten. Leider konnte ich keinen Unterricht machen, da zurzeit Exam geschrieben werden. Hier müssen allerdings alle Schuluniformen tragen :/
Heute habe ich meine erste TRO-TRO Fahrt erlebt - und auch ÜBERLEBT :-) Ich hatte es mir wirklich viel schlimmer vorgestellt. Tro-Tros sind Bullis, in denen bis zu 15! Leute sitzen können. Es war wirklich sehr eng und bei der Hitze ist es nicht sonderlich toll - aber man kommt wirklich sehr günstig von A nach B, und deshalb sind Kai und ich heute Morgen nach Kumasi gefahren, um noch ein paar Dinge einzukaufen.
Gleich geht es wieder zum Abendessen, und anschließend ist Library Time :-))
Ich melde mich wieder, wenn es Neuigkeiten von meinem Leben hier im Kinderdorf gibt.

Liebe und sonnige Grüße!
:*

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.